NETZWERK MENSCHENGERECHTE STADT

Breitenbachplatzbrücke im Abgeordnetenhaus

Nachdem die CDU-Fraktion einen Antrag zum Rückbau der Breitenbachplatzbrücke (Website CDU) in erster Lesung ins Abgeordnetenhaus eingebracht hat, steht nun die Beratung in den Ausschüssen an. Die Koalitionsfraktionen von SPD, Grünen und Linken haben einen erweiterten Antrag vorbereitet, der beste Aussichten auf Verabschiedung hat:

_________________________________________________________________________

Neue  Stadtqualität  für  den  Breitenbachplatz

Stadtraum  für  Menschen  zurückgewinnen  –  Modellhafter  Umbau  der  „autogerechten Stadt“

Das  Abgeordnetenhaus  wolle  beschließen:

Der  Senat  wird  aufgefordert,  in  einer  Machbarkeitsstudie  zu  untersuchen  unter  welchen städtebaulichen,  verkehrlichen,  ökologischen  und  finanziellen  Rahmenbedingungen  die  Stilllegung der  Autobahnbrücke  und  die  Neugestaltung  des  Breitenbachplatz‘  möglich  ist.

Die  Machbarkeitsstudie  soll  begleitet  werden  von  einem  offenen  städtebaulichen  Wettbewerb,  der sich  an  Anwohner*innen,  Studierende  und  Planungsbüros  gleichermaßen  richtet  und  Teil  eines  breit angelegten  Beteiligungskonzeptes  als  Bestandteil  des  Umbauvorhabens  von  Anfang  an  ist.

Ziel  des  modellhaften  Rückbaus  dieses  Relikts  der  autogerechten  Stadt  ist:

  • der  Abriss  bzw.  weitgehende  Rückbau  und  Umbau  der  Brücke  über  den  Breitenbachplatz und  eine  ebenerdige  Führung des  motorisierten  Verkehrs  entlang  des  Platzes;
  • nach Möglichkeit durch eine Randbebauung die städtebauliche Fassung des Stadtplatzes nördlich und nordöstlich der Schildhornstraße wiederherzustellen, dabei ist der Schaffung dringend benötigten Wohnraums auf dafür geeigneten Flächen Vorrang einzuräumen;
  • nach Möglichkeit durch eine Randbebauung die städtebauliche Fassung des Stadtplatzes nördlich und nordöstlich der Schildhornstraße wiederherzustellen, dabei ist der Schaffung dringend benötigten Wohnraums auf dafür geeigneten Flächen Vorrang einzuräumen;
  • durch eine Reduzierung des motorisierten Durchgangsverkehrs, die Einrichtung einer Tempo-30-Zone, sowie besserer Querungsmöglichkeiten für den Rad- und Fußverkehr, den Platz für die Menschen zurückzugewinnen.

Dem  Abgeordnetenhaus  ist  hierfür  bis  zum  30.  September  2019  zu  berichten.