Abgeordnetenhaus für Abriss der Breitenbachplatzbrücke

Das Berliner Abgeordnetenhaus hat ohne weitere Aussprache mit der Zustimmung von SPD, CDU, Grünen und Linken bei Enthaltung der FDP und gegen die Stimmen der AfD beschlossen, eine Machbarkeitsstudie mit dem Ziel des Abrisses der Breitenbachplatzbrücke in Auftrag zu geben. Der Senat muss binnen Jahresfrist berichten. Der Wortlaut:

Neue Stadtqualität für den Breitenbachplatz

Stadtraum für Menschen zurückgewinnen – Modellhafter Umbau der ‚autogerechten Stadt‘

Das Abgeordnetenhaus wolle beschließen:

Der Senat wird aufgefordert, in einer Machbarkeitsstudie zu untersuchen, unter welchen städtebaulichen, verkehrlichen, ökologischen und finanziellen Rahmenbedingungen der Rückbau der Stadtstraßenbrücke und die Neugestaltung des Breitenbachplatzes möglich ist.

Die Machbarkeitsstudie soll begleitet werden von einem offenen städtebaulichen Wettbewerb, der sich an Anwohner*innen, Studierende und Planungsbüros gleichermaßen richtet und Teil eines breit angelegten Beteiligungskonzeptes als Bestandteil des Umbauvorhabens von Anfang an ist.

Ziel des modellhaften Rückbaus dieses Relikts der autogerechten Stadt ist:

• der Abriss bzw. weitgehende Rückbau und Umbau der Brücke über den Breitenbachplatz und eine ebenerdige Führung des motorisierten Verkehrs entlang des Platzes;

• nach Möglichkeit durch eine Randbebauung die städtebauliche Fassung des Stadtplatzes nördlich und nordöstlich der Schildhornstraße wiederherzustellen, dabei ist der Schaffung dringend benötigten Wohnraums auf dafür geeigneten Flächen Vorrang einzuräumen;

• durch eine Reduzierung des motorisierten Durchgangsverkehrs, die Einrichtung einer Tempo-30-Zone, sowie besserer Querungsmöglichkeiten für den Rad- und Fußverkehr, den Platz für die Menschen zurückzugewinnen.

Dem Abgeordnetenhaus ist hierfür bis zum 31. Mai 2020 zu berichten.“

© Ulrich Rosenbaum 2019 - Kopfbild © Geoportal Berlin (Luftbild 1928) - Impressum, Kontakt, Datenschutz